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Kollegium

Das Kollegium bilden die MitarbeiterInnen des Rudolf Steiner Institut, welche die Gesamtverantwortung für das Institut zu tragen bereit sind, mit den entsprechenden Selbstverwaltungsaufgaben, die daraus erwachsen. In der Regel sind diese MitarbeiterInnen beim Trägerverein des Instituts mindestens mit einer halben Stelle angestellt. Sie verantworten Form und Inhalt der drei Ausbildungen und konzipieren und gestalten diese in der Zusammenarbeit mit den SeminaristInnen und den weiteren DozentInnen.

Die Selbstverwaltungsaufgaben werden je nach Kompetenz, Erfahrung, Fähigkeit, Begabung, Vorlieben, Zeitressourcen, Willen, Gesundheit, private Situation .... von den einzelnen Kollegiumsmitgliedern übernommen. Projekt- und Arbeitsgruppen, Konferenzen und Klausuren auf verschiedenen Ebenen und Bereichen, in fester oder wechselnder Zusammensetzung, die sich regelmäßig oder situativ treffen, bilden die Basis und das Werkzeug für diese Selbstverwaltung. Dabei spielt die, jeden Donnerstag am späteren Nachmittag stattfindende, drei- bis vierstündige Konferenz, eine zentrale Rolle.

Auch wenn es schwer ist, wird versucht Entscheidungen nach dem Konsenzprinzip zu treffen. So kann jedes Kollegiumsmitglied Gesamtverantwortung tragen und ein gleichberechtigtes, demokratisches Miteinander pflegen. Delegationen mit Entscheidungskompetenz sollen die oft schwierigen und langwierigen Entscheidungsprozesse vereinfachen und beschleunigen.

Das Kollegium lässt sich in seiner Arbeit nach Bedarf von externen Mentoren beraten, unterstützen und helfen.

Folgende Menschen bilden im Moment das Kollegium:

 

Jules Brinkmann, Kindergärtner und Sozialpädagoge.
Erarbeitet menschenkundliche Themen rund um das kleine Kind.

Ein Thema, welches mir stark am Herzen liegt , ist die Bedeutung des Spiels für die gesamte Biografie eines Menschen. Das Spielen ist immer mehr in seinem wahren Wesen gefährdet. Der Ansatz, spielerisch lernen, ist weit entfernt davon. Die spielerische Entdeckung aber dessen, was Kultur für die Menschen bedeutet, ist Kulturentwicklung. Darin liegt eine Aufgabe und da will der Mensch herangeführt werden: der Erwachsene als Kulturschaffender in der Umgebung der Kinder. Dazu braucht es Mut und gerade diese Mutentwicklung ist ein wesentlicher Bestandteil in der Begleitung von SeminaristInnen.

Bruno Callegaro, Arzt, Dozent für Medizin, Heilpädagogik, Gesundheitslehre, Menschenkunde in den verschiedenen Fachschulen und Mitleitung der Fachschule für Heilpädagogik. Schularzt in der Jean Paul Schule für Lern- und Erziehungshilfe in Kassel. Mitleiter der heilpädagogischen Ausbildung in Oriago, Italien.

Hilmar Kuhle, Sozialpädagoge und Musiker, arbeitet an Fragen zur Menschenkunde, zu Pädagogik und Musik.

„Ein Kurzversuch zu zwei wesentlichen Anliegen meiner Arbeit am Rudolf Steiner Institut:
Soviel wie möglich singen und musizieren! Stets in Bewegung bleiben, hören üben, auf der Suche nach stimmigen Formen der Zusammenarbeit in der Ausbildung, von Mensch zu Mensch.“

Thomas Mauer, Familienmensch, Baumschulgärtner , Dipl. Ing. Landschaftsplaner und Dipl. Ing. Architekt

 

Das Gärtnern, Beobachten, Experimentieren in unserer „kultürlichen“ Umwelt - besonders im Austausch mit anderen Menschen ist meine Leidenschaft. Ich lasse mich gerne jeden Tag von Menschen und Pflanzen überraschen. Es freut mich ,Begegnungs-und Erfahrungsräume auf dem Waldhof anbieten zu können.

 

Thomas Mauer ist Leiter des Waldhofs: Landbaukultur - Saatgut - Pädagogik. Das Rudolf Steiner Institutes Kassel ist Träger des Waldhofs.

Bernhard Rüffert, Studium der Kunstpädagogik, Kunsttherapie und freie Kunst mit dem Schwerpunkt plastisches Gestalten.

„Der Wunsch und die Freude, mit den eigenen Händen tätig zu werden, sich künstlerisch mit den unterschiedlichsten Materialien und Werkzeugen auszudrücken, ist bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen eine Sehnsucht. Die Notwendigkeit dieses Schaffens ist in unserer Zeit, wo viele Tätigkeiten nur per Knopfdruck "erledigt" werden von ganz besonderer Bedeutung! Meine langjährigen pädagogisch-didaktischen und künstlerischen Erfahrungen in diesem Fachbereich gebe ich gerne an die Studierenden für ihren beruflichen und persönlichen Lebensweg weiter!“

Judit Simandi, Geschäftsführerin und Betreuerin des Kurses A2 (Sozialassistenz zweites Ausbildungsjahr)

Auf die Frage wer und wie ich bin, was macht mich aus, möchte ich mit den  Worten des ungarischen Schriftstellers, Sándor Márai, antworten:

„Manchmal hat man zu antworten, in unvorhersehbaren und unaufschiebbar schicksalhaften Augenblicken des Lebens: hat zu antworten, auf alles.

Wer bin ich? Was habe ich vor? Gegen wen, für wen will ich sein im Leben?   Warum? Mit welchen Fähigkeiten, Instrumentarien, Mitteln, mit welchem geistigen Rüstzeug? Und was das Wichtigste ist: mit welchem Ziel?... Und, antworten, auf alles: Wie weit bin ich? Habe ich noch Reserven an Opferbereitschaft, Selbstlosigkeit, oder will ich nur noch Restbestände bewahren und retten? Das ist der Augenblick im Leben, da man zu antworten hat. In dem eine Antwort erwartet wird – die Stille ist groß, dramatisch. Doch dann erfährst du, wirst du gewahr, dass man auf solche Fragen nicht mit Worten, sondern nur mit dem Leben antworten kann.“

Markus Stettner-Ruff, Erzieher; Hausmann; Hauswirtschaftlicher Leiter Aufnahmeheim für wohnungslose Männer, Lehrer für Deutsch als Fremdsprache; Leiter des Soziokulturellen Zentrums „Bilderhaus“; Ausbildung Oberstufenwaldorflehrer für Deutsch, Geschichte, Kunstbetrachtung; zwölf Jahre Geschäftsführer und Oberstufenlehrer an der Freien Waldorfschule Schwäbisch Hall.

„…der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch wo er spielt.“  F. Schiller „Über die ästhetische Erziehung ...“    Für die hohe Kunst dieses Erwachsenenspiels will ich die SeminaristInnen ebenso begeistern wie für die Kunst der Sozialen Plastik. Gemeinsam wollen wir uns daran erüben, sind doch beide Fähigkeiten Voraussetzungen für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und deren wichtigstes Entwicklungsfeld, das freie Spiel. Genauso wie die beiden anderen Aufgabenfelder einer/s Waldorfpädagogin/en: die Forschung und die Selbstverwaltung.

Birgit-Marie Stoewer, Waldorferzieherin und Heilpädagogin

Im August 2011 begann sie hier zu unterrichten mit reichen Erfahrungen im Gepäck aus Kleinkindpädagogik,  Kindergarten, Freizeitpädagogik, Natur- und Notfallpädagogik im In- und Ausland. In den letzten Jahren lag ihr Schwerpunkt bei den Kindern von 0-3 Jahren und deren Eltern.

„Besonders am Herzen liegt mir Achtsamkeit und Achtung gegenüber dem Leben zu entwickeln: vor dem Wunder der kindlichen Entwicklung und der Einzigartigkeit jedes Menschen, der Besonderheit der Tiere und dem Lebendigen in der Natur, um so Verantwortung für die Zukunft und unsere Erde übernehmen zu können.“


Almuth Strehlow, Erzieherin, Ausbildungen in künstlerischer Therapie und Psychomotorik
Master - Further Education, Education for Adults and Schoolmanagement

„Sozialpädagogische Grundlagen der frühen Kindheit aus anthroposophischem Hintergrund so versuchen zu bewegen, dass die gelebte Praxis - die Erziehungskunst - für jedes individuelle Kind erlebbar wird - das ist mir wesentlichstes Anliegen.“

Albert Vinzens, Dr. phil., Psychologe und Sozialwissen- schaftler, Autor und Beuysforscher.
Unterrichtet in vielfältiger Weise Pädagogisches, Literarisches, Biografisches:

„Die Geschichte bedeutender Denker und Musiker hat mich ursprünglich aus der Schweiz nach Deutschland gelockt. Ihr Studium, vor allem dasjenige Friedrich Nietzsches, hat mir einen großen Respekt vor dem 'Rätsel Mensch' eingejagt. Dieses Rätsel zu bewegen ist mein Arbeitsfeld, in der Begegnung mit meinen vier Kindern, mit den Studentinnen und Studenten am Rudolf Steiner Institut, mit allen Menschen.“

Johannes Wolter, Ausbildungen zum Heilerzieher, Lehrer an heilpädagogischen Schulen und Waldorflehrer, handwerklich-künstlerische Studienzeit. Gastdozent an anderen Ausbildungsstätten. Unterrichtet Heim- und Heilpädagogik, Spielerziehung, Handwerk, plastische Anatomie, Methodik und Didaktik des Schulkindes, Kommunikation und Beratung. Macht Projekte für das Schulkindalter. Leitungskreis Fachschule für Heilpädagogik.

„Die Erziehungskunst wird sich mehr und mehr zu einer Begegnungskunst und heilenden Beziehungskunst entwickeln müssen in einer Zeit der Versteppung der ‚Kindheit’. Seit 1984 Dozent in den seither am Rudolf Steiner Institut entwickelten Ausbildungen mit ihren jeweiligen Unterrichts- und Arbeitsfeldern.“